Fundstücke

Aufgrund der Schönheit der historischen Denkmäler ist die Region Logudoro Goceano voller Faszination und symbolischer Bedeutungen. Wunderschöne Exemplare für Domus de janas, in den Fels gehauene Grabstätten aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr., sind z.B. die Nekropolen von Sos Furrighesos (Anela), Molìa (Illorai) und Puttu Codinu (Villanova Monteleone), sowie die mit Graffito dekorierte Grabkammer Mosedu in Cheremule, die mit Reliefs geschmückte Grabkammer Enas de Cannuja in Bessude, sowie ausgemalte Grabkammern (Mandra Antine in Thiesi). Besonders zu erwähnen sind die monumentalen, mit Fresken dekorierten Grabstätten von S. Andrea Priu (Bonorva) mit dem Häuptlingsgrab (18 Innenräume), das bis zum 12. Jh. als byzantinische Kirche diente. Der Findlingsblock in Florinas zeigt, dass die Tradition der in den Fels gehauenen Kammern auch in der Nuraghenzeit fortgeführt wurde, mit dem einzigartigen Grabmal Campu Lontanu.
Spuren der Phönizier und Punier bilden die Ruinen der Festung San Simeone in Bonorva. Der im oberen Teil des Temo angelegte, künstliche See bedeckt die punische Siedlung Sa Tanca ‘e Sa Mura in Monteleone Rocca Doria. Zahlreicher sind die Zeugnisse aus der Römerzeit, wie die im Mittelalter erneuerten Brücken von Padria und Illorai (Pont’ezzu), sowie die Thermen von San Saturnino zwischen Benetutti und Bultei. Faszinierend ist die mysteriöse und symbolische Ausstrahlung der Domus S. Andria Priu in Bonorva und Cava in Cheremule. Der Übergang von der Römerzeit ins Frühmittelalter drückt sich in den klaren formalen und chromatischen Elementen von S. Maria di Bubalis (Mesu Mundu) in Siligo aus. Aus der Zeit der Eroberung und Evangelisierung jenes Sardiniens, in dem noch Steine und Götzenfiguren aus Holz angebetet wurden, stammt die einzigartige byzantinische Festungsanlage Aneletto in Anela.