Die Schönheiten der Natur

Wie faszinierend sind die Burgen und Türme der Insel, die einst gebaut wurden, um weite Horizonte zu überwachen und heute in der Lage sind, wunderschöne Ausblicke zu bieten.
Diese Baudenkmäler erzählen die Geschichte der Judikate, eine autonome Gebietsorganisation aus dem Mittelalter, die die sardische Kultur, insbesondere in Bezug auf die Rechtsprechung und Sprache, stark beeinflusst hat; außerdem erzählen sie die Geschichte der ligurischen und toskanischen Herrschaft, die bis zur Eroberung durch die Aragoneser eine wichtige Rolle spielte. Diese Eroberung, sowie die nachfolgende spanische Herrschaft übersäten die sardische Küste mit Hunderten von Wachtürmen samt Garnisonen, die Meer und Hinterland kontrollierten. Der wahre Ausdruck dieses Sardiniens und dieser Region liegt jedoch in den weiten und dünn besiedelten Landschaften des Hinterlandes. Die warmen und im Sommer zum Teil herben Farbtöne sind immer etwas Besonderes und reichen von lebendigem Rot und Gelb über Haselnussbraun und Tabak, bis hin zum Grün der Wälder. Es hat etwas für sich, ein Gebiet nicht aufgrund seiner Denkmäler und Epochen oder nahe gelegenen Straßen zu erkunden, sondern entlang seiner natürlichen Elemente, wie Seen und Flüsse.
Die Heilige Quelle in Su Lumarzu bei Rebeccu (Bonorva) legt Zeugnis ab von einer magischen und heilsamen Wirkung auf ihre Besucher, die römischen Thermen in Bultei erzählen von Entspannung und Körperpflege und die Kirche S. Lussorio in Romana erzählt die Geschichte von Genesungen in einer ursprünglich in den Fels gehauenen Wallfahrtsstätte. Auch andere Orte des Gebietes berichten von vorchristlichen Heilungen. In Siligo und Osilo befinden sich inmitten der wunderschönen Landschaft des Valle S. Lorenzo Wassermühlen, die gemeinsam mit den Walk-Manufakturen Geschichten von Arbeit, Brot und Weberei erzählen. So erreichen wir das 20. Jh. mit seinen architektonischen Dekorationsformen, bezeugt durch den Brunnen in Bultei und den von dem großen Dichter Remundu Piras besungenen Brunnen in Villanova Monteleone (Su Paradisu).